Traumasensitives Yoga

"Yoga hilft Menschen dabei wahrzunehmen was gerade ihren Körper passiert und alle Empfindungen, die sie in diesem Moment erleben, auszuhalten.

Dies ist ein zentrales Element der Traumaheilung.“

Bessel van der Kolk

 

Traumasensitives Yoga (TSY) ist ein ergänzende körpertherapeutischer Ansatz zur Behandlung von komplexen Traumata.

TSY nutz die jahrhundertlange Erkenntnis des Yoga gezielt zur Behandlung von Traumasymptomatik. Die Körper- und Atemübungen, unterstützen die Selbstregulationsfähigkeit. Sie können Betroffenen darin helfen, sich in ihren Körper wieder sicher zu fühlen und ihn als positive Ressource zu nutzen.

Eine regelmäßiges Üben von TSY unterstützt komplex traumatisierte Menschen dabei, wieder zur natürlicher Pendelbewegung zwischen Anspannung und Entspannung zurückzufinden. Dies ermöglicht Sicherheit und Präsenz im gegenwärtigen Augenblick und hilft, die Spaltung zwischen Körperempfindungen, Emotionen und Gedanken zu lösen.

Tramasensitives Yoga ist eine evidenzbasierte, ergänzende Methode zur Behandlung von komplexer Traumafolgestörungen.

 

Die Grundsätze des Traumasensitiven Yoga

  • Der Körper wieder spüren
  • Im Hier und Jetzt bleiben
  • Wahlmöglichkeiten nutzen
  • Selbstbestimmt handeln
  • Rhythmus und Bewegung erleben

Die Werkzeuge

Asanas (Yogahaltungen)
Sie lernen verschiedene Haltungen kennen, die Sie dabei unterstützen, im Hier und Jetzt zu bleiben und achtsam beobachten zu können. Dazu zählen beispielsweise aktivierende und beruhigende, statische und dynamisches Asanas, Gleichgewichtsübungen, Drehbewegungen der Wirbelsäule, die im Stehen und Sitzen geübt werden.

Pranayama (Atemübungen)
Der Atem ist der Königsweg zu Nervensystem. Mithilfe des Atems können wir uns auf direktem Wege sowohl beruhigen und entspannen als auch aktivieren und präsent werden. Das bewusste Steuern des Atems während der Übungen wie auch in den Atemübungen hilft Ihnen, direkt Einfluss auf Ihre Befinden zu nehmen.

Achtsamkeit
Sind wir achtsam, nehmen wir lediglich beobachtend zur Kenntnis, was sich in unserem Geist abspielt. Das Ziel ist weder Entspannung noch Veränderung von Gefühlen oder Gedanken. Die Aufmerksamkeit wird auf das unmittelbare Erleben gerichtet. Im Yoga beispielsweise nehmen wir die Spannung eines Muskels, das Gewicht eines Körperteils oder den Fluss des Atems wahr. Dise Beobachtungen werden nicht bewertet, jedoch nutzen wir die Informationen, um eine Haltung zu verändern oder zu beenden, wenn unangenehme Empfindungen auftreten.

 

Anders als im Sportunterricht oder üblichem Yoga entscheiden Sie im TSY selbst, wie lange und wie intensiv Sie Ihre Übungen gestalten möchten, ebenso auf welche Weise Sie eine Haltung einnehmen möchten.

Es steht Ihnen jederzeit frei, Ihre Selbstbestimmung und Ihre Handlungsfähigkeit ins Zentrum zu stellen. Die im Yoga erlernten Übungen können Ihnen als wichtige Ressource in schwierigen Momenten des Alltags dienen, und Ihnen helfen, Ihre Emotionen zu regulieren.

[aus Yoga Traumsensitiv Unterrichten Dagmar Härle, Asanger Verlag]

 

Ich biete Traumasensitives Yoga als Einzelbegleitung und als Kurs an.

TSY eignet sich insbesondere bei akuter Stressbelastung, Depressive- und Angstsymptomatik, alle Formen Posttraumatischestörungen sowie chronischen Schmerzen und psychosomatischen Themen.

 

Mehr Infos zu Traumasensitives Yoga gibt es hier:

https://www.traumasensitives-yoga.de/

https://www.trauma-institut.eu/

Auf Anfrage schicke ich Ihnen /Dir kostenlos eine Audiodatei mit eine kurze angeleitete traumsensitive Yogapraxis zum selbst ausprobieren.